Mittwoch, 1. April 2026

Chiang Rai

Gestern haben wir unsere erste Tour hier in Chiang Rai gemacht. Wir waren vor ca. 20 Jahren schon mal hier und haben damals bereits den sehr bekannten weißen Tempel gesucht. Allerdings mangels Sprachkenntnisse nicht gefunden. Wir sind aber erstmal zum blauen Tempel, da der 10min vom Hotel entfernt ist, und auf dem Weg zu weiteren Sehenswürdigkeiten ist. Der blaue Tempel wurde von einem Schüler des Erbauers vom weißen Tempel gebaut und ist immer noch nicht ganz fertig. Einige kleiner Statuen sind noch nicht fertig. Ich habe einen Mann gefragt, der gerade an einer Figur dran war, wie lange er denn für eine Figur braucht. Er meinte 2 Monate. Und das war eine eher kleine Statue. Die Anlage ist echt sehr schön und das blau mit goldenen Applikationen, lässt alles sehr edel wirken. Sie ist auch nicht überfüllt und man kann sich in Ruhe alles ansehen. Gegenüber des Eingangs gibt es ein kleines Café. Wir haben uns 2 leckere Eiskaffee mit Milch und Zucker bestellt. Und endlich, nach nur 27 Jahren, habe ich es endlich gecheckt, das der Lokale Kaffee aus Thailand "Boran" genannt wird. Wir hatten immer Probleme, wenn die Cafés zu modern sind, einen leckeren zu bekommen. Immer gab es irgendwelche tollen Geschmacksrichtungen....
Im Anschluss fuhren wir nochmal 15min zum "schwarzen Dorf". Eigentlich ist das ein Museum eines Künstlers. In einem riesigen Garten/Park, gibt es unzählige Häuser. Teilweise riesig groß. Allerdings war die Kunst darin eher nichts für uns. Vor allem Yvonne haben die sehr martialischen und sehr kräftigen Bilder und Skulpturen nicht so gefallen. Es wurden immer Bullen, Hörner oder Penisse, mal abstrakt, mal klar zu erkennen, gezeigt. Alles war so erdrückend. Auch die Farben: vor allem rot und schwarz. Der Künstler scheint viel verarbeiten zu müssen. In manchen Häusern waren Sitzgruppen aus Stühlen so arrangiert, das man dachte, bei den Wickingern zu sein. Viele Tierfelle und immer wieder Hörner und Gebisse. Wirklich ein netter Ausflug und schöne Anlage. Aber die Kunst, war nicht unsere. Dafür aber die netten Frauen, die sich in dem Loch im Zaun, der um das Gelände ging ihren Platz gesucht haben und Obst und Getränke verkauft haben. Perfekte Erfrischung bei der Hitze.
Zum Schluss fuhren wir noch zu einer riesigen Statue. Eine schneeweiße riesige Frau auf einem Hügel. Es ist nicht Buddha 😉
Zuerst muss man aber die vielen Stufen hoch. Das ist bei der Hitze hier echt hart. Oben kann man dann mit dem Fahrstuhl, in der Figur, in den Kopf fahren. Man wird von Mitarbeitern in komplett roten Roben in den Aufzug geleitet und oben auch empfangen. Das gleiche dann, wenn man wieder herunter fährt. Innen ist der Kopf auch komplett verziehrt. Außerdem hat man einen tollen Blick über die Landschaft. Zumindest, wenn der Feinstaub nicht wäre. Es ist gerade die "Feuersaison" in der die Bauern, vor allem in den Nachbarländern ihre Felder abbrennen. Überall ist Dunst. Und der zieht leider auch nicht ab....
Auch die Nebenräume sehr schön und einen Besuch wert...
Nach dem Sonnenuntergang sind wir nochmal zum blauen Tempel und zur Statue. Wir hatten gesehen, dass überall Lampen angebracht waren und wollte das nochmal im Dunkeln sehen. Das hat sich sehr gelohnt. Was das richtige Licht ausmacht! Außerdem war niemand hier und wir konnten uns ungestört bewegen.

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