Trotzdem wollen wir immer Mal wieder auch weg vom Pool oder Strand und einen Ausflug machen. So waren wir dann an einem See, gute 40min Fahrt von hier. Dort blühen zu dieser Jahreszeit die Seerosen. Die netten Leute am Eingang meinten aber, wir sollten besser morgens gegen 8 Uhr wieder kommen. Denn dann sind die Blüten weiter auf. Am Nachmittag sind sie wegen der Sonne schon wieder verschlossen. Und so haben wir uns erstmal dagegen entschieden und so den Eintritt für den Nationalpark gespart. Nicht weit von hier gibt es noch einen sehr schönen kleinen Tempel der toll vor den Bergen liegt. Also sind wir dann dort noch vorbei.
Eine der Highlights für uns ist aber der Nachtmarkt. Wir lieben sie grundsätzlich. Wir waren hier ja schon sehr oft, aber kommen immer wieder gerne hierher. Am liebsten gehen wir direkt am Anfang der Straße in einen Laden um die Füße massiert zu bekommen. Denn erstens ist das wunderbar entspannend aber vor allem sitzt man hier am Rand und kann prima die Leute beobachten, die über den Nachtmarkt gehen. Und es gibt viel zu sehen, das kann ich euch versichern. Zudem ist gegenüber eine Kneipe in der Livemusik bespielt wird und uns so mit unterhält. Danach gehen wir die Straße runter. An einer Ecke hat eine Familie ihre Küche, Tische und Stühle aufgebaut. Hier essen wir total gerne. Wir haben schon einiges an Gerichten durch bei ihnen und sind noch nie enttäuscht worden. Immer lecker, knackig und frisch. Und auch hier gibt es immer viel zu sehen....😉
Früh am Morgen sind wir dann los damit wir wirklich um 8 Uhr am See sind. Und wirklich die Seerosen waren offen. Sah wunderschön aus. Aber wir mussten feststellen, dass inzwischen doch deutlich weniger Seerosen hier sind als noch vor ein paar Jahren, als wir schon einmal hier waren. Damals sind wir auch mit dem Boot durch die Seegräser gefahren. Wir haben uns aber diesmal dagegen entschieden. Und wie wir dann festgestellt haben, war das auch gut so. Es gibt jetzt einen über 1km langen Steg, über den See. Von ihm hat man einen tollen Blick. Da wir so früh hier waren, hatte die Landschaft eine tolle Stimmung. Die Sonne blinzelte nur hier und da zwischen den 300 Spitzen der Berge hindurch. Woher auch der Name der Region und des Nationalparks Saam Roy Yot kommt (300 Spitzen). Ein leichter Dunst lag über dem See. Es war ganz still und man konnte überall Vögel zwitschern und Fische platschen hören. Wir wurden richtig zu Ornithologen. Nicht weil wir auf einmal etwas über Vögel wussten, sondern wir hatten einen richtigen Jagdinstinkt und wollten etwas tolles entdecken. Und es gab wirklich viel zu entdecken. Ganz toll! An dem Steg gab es auch ein paar Hütten in die man sich setzen kann und von denen man ganz still und entspannt die Vögel beobachten kann. Außerdem gibt es einen Turm. Von oben gibt es dann nochmal eine ganz andere Sicht. Super gemacht! Ich konnte zB Yvonne sehen wie sie ins Seegras guckte aber nicht den 10m neben ihr sitzenden Reiher sah. Wirklich toll der Steg. Das war echt super schön hier. Und so früh ist man auch ganz alleine. Wir haben gefragt und man könnte sogar um 7Uhr kommen und dann wenn man wieder geht, ab 8Uhr erst ein Ticket kaufen. Wenn wir wieder kommen, würden wir das so machen. Dann ist es noch etwas kühler und bestimmt auch noch stimmungsvoller. Denn nach ca. 30min, als die Sonne über die Spitzen kam, würde es sehr schnell, sehr heiß und wir wussten die Hütten sehr zu schätzen.
Wir waren noch in einer Art Künstler Kommune. Aber das ist jetzt keine Hippie Kommune oder so. Sondern es stehen ein paar Häuser zusammen und man muss sogar einen kleinen Eintritt bezahlen. Dann kann man durch dieser Häuser gehen und befindet sich im Prinzip in einem Wimmelbild. Überall gibt es verschiedene Arten von Kunst. Bilder und Skulpturen, Akryl, Wasser- und Ölfarben, Installationen und klassische Gemälde. Hier und da sind auch Künstler an ihrer Arbeit. Sehr nett und schön. Auch toll angelegt. Es gibt sogar ein Café und wir haben uns neben dem Kaffee noch ein Stück Kuchen geholt. Total gemütlich.
Im Anschluss sind wir dann endlich mal hier auf den "Hausberg" um zum Aussichtspunkt zu fahren. Es gibt hier zwar die sonst eher frechen und neugierigen Makacken, aber hier sind sie eher entspannt und haben wenig Interesse an uns. Dadurch sind sie auch gut zu beobachten. Man sieht schnell, das es auch unter ihnen verschiedene Charaktere, wie bei allen Säugetieren gibt. Der Blick von hier oben über die Stadt ist toll. Und der leichte Wind, der hier noch vom Meer weht ist super angenehm. Denn eigentlich ist es knalle heiß. Wir haben teilweise über 40⁰C. Da sind sogar die Affen freiwillig in die herum stehenden und mit Wasser gefüllten Bassins gesprungen. Vor allem einer hatte da Spaß daran. Der hat auch gerne seine Kumpels mit dem Wasser gespritzt und erschreckt. Der war echt geil. Dem hätte ich stundenlang zu gucken können....
Wir machen hier immer Mal wieder auch Strand- oder Pool Tage. Da gibt es eben nicht so viel zu erzählen...kennt ja jeder. Außer evtl, dass hier jetzt statt der Bananen Boote, jetzt Autos und Krabben durchs Wasser gezogen werden. Sieht sehr lustig aus.
Außerdem haben wir endlich mal den getrockneten Tintenfisch probiert. Er wird hier immer Mal wieder als Snack verkauft. Wir hatten ehrlich gesagt ziemlich Respekt davor. Sieht schon etwas sonderbar aus. Der Tintenfisch wird 1 Tag in der Sonne getrocknet. Dann vor Ort auf einem kleinen Grill warm gemacht und durch eine "Wäschepresse" platt gewalzt. Wir dachten es sei mega salzig. War es aber nicht. Es hatte einen leichten Fischgeschmack. Und sogar ich konnte ihn gut essen. Ich stehe ja nicht so sehr auf Fisch.